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Die Immobilienmärkte gehören zu den großen Begünstigten der ultralockeren Geldpolitik der Zentralbanken. Das sukzessive Absenken der Leitzinsen seit 2008 hatte zur Folge, dass Bankkredite weltweit günstiger wurden und sich auch die Finanzierungsbedingungen im Hypothekarbereich deutlich entspannten.

Dies wirkte wie Treibstoff für die Nachfrage nach Wohnraum oder Gewerbeflächen und trieb die Bewertungen immer weiter nach oben. Immobilien wurden zu einer sehr rentablen Anlageklasse für Gelder, die ebenfalls aufgrund der expansiven Geldpolitik der Notenbanken, auf Konten keine Zinsen mehr abwarfen.

Neben den Aktien- und Anleihemärkten profitierten Immobilien deshalb mit am stärksten von der Flut billigen Geldes. Die seit Jahren steigenden Preise für Wohnungen, Häuser und Gewerbeimmobilien schlugen sich schnell in höheren Mieten wieder. Es ist kein Zufall, dass es inzwischen zu einer Diskussion um die mögliche Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften – vor allem in den großen Städten – gekommen ist. Seit Jahren haben insbesondere junge Menschen Probleme, die steigenden Mieten zu bezahlen.

Sollten sich diese Indizien zu einem weltweiten Trend zu sinkenden Preisen an den Immobilienmärkten verdichten, drohen vielen Investoren – insbesondere jenen, die zu spät und daher zu teuer eingestiegen sind – ernste Probleme.

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