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77 DWN-Magazin Urbanisierung Bevölkerungsexplosion Industrialisierung Demografie Zuschnitt
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Die Urbanisierung der Welt, die im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung Europas begann, ist längst zu einem globalen Phänomen geworden. Überall auf der Welt streben die Menschen in die Städte, wo sie sich meist zu Recht ein besseres Leben versprechen. Sicherlich bringen diese Umwälzungen auch Probleme und Konflikte mit sich – selbst in Deutschland, das im globalen Vergleich eigentlich nur kleinere Städte hat. Doch dank der weiter anhaltenden technologischen Fortschritte gibt es für viele dieser Probleme bereits intelligente Lösungen. Kein Grund zur Sorge also?

Die Urbanisierung und das damit verbundene Bevölkerungswachstum hatten von Anfang an ihre Warner. Thomas Malthus (1766-1834) war einer der ersten. Er zeigte, dass exponentielles Bevölkerungswachstum verbunden mit einem linearen Wachstum der verfügbaren Ressourcen notwendig in eine demographische Katastrophe führt.

Malthus hat mit seinen pessimistischen Prognosen viel Spott geerntet, da diese nicht eintraten. Doch dass sie auch 200 Jahre später noch immer nicht eingetreten sind, heißt weder, dass sie unlogisch sind, noch dass sie nicht künftig doch noch eintreten werden. Denn die von Malthus prognostizierte Katastrophe ist nur deshalb ausgeblieben, weil bisher die landwirtschaftlichen Erträge infolge technologischer Fortschritte in der Regel mit der wachsenden Bevölkerung mithalten konnten.

Die urbane zivilisierte Lebensweise mit all ihren Vorzügen ist eine zarte Pflanze, die gehegt werden muss, wenn sie uns erhalten bleiben soll.

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