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Im letzten Jahrhundert entstand eine ganze Reihe internationaler Institutionen von den Vereinten Nationen über den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank bis hin zur Welthandelsorganisation. Über ihren Sinn, ihre Ziele und über die globalen Folgen ihrer Aktivitäten kann man streiten, doch Fakt ist, dass sie über großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss verfügen, der seit ihrer Gründung immer weiter gewachsen ist.

Wie ineffektiv IWF und Weltbank darin sind, die Armut in der Welt zu beenden, zeigt Afrika, wo sich der Lebensstandard der einfachen Menschen im Verlauf der letzten Jahrzehnte eher verschlechtert hat. Daher setzen die Regierungen dort zunehmend auf eine Kooperation mit China oder Russland. So haben sich in den letzten zwei Jahren 40 afrikanische Staaten der sogenannten Neuen Seidenstraße angeschlossen. China investiert jährlich 200 Milliarden Dollar in Afrika – mehr als jeder andere Staat der Welt.

Zudem sind die großen internationalen Institutionen mit dem Aufstieg von Donald Trump erstmals auch von jenem Land grundlegend in Frage gestellt worden, das einst entscheidend an ihrer Gründung beteiligt war. Denn nach dem Motto „America first“ will der US-Präsident sich weder seine Handelspolitik vorschreiben lassen, noch will er massive Summen amerikanischen Geldes an globale Institutionen überweisen, von deren Aktivitäten seine Wähler kaum profitieren oder sogar negativ betroffen sind. Es sieht derzeit danach aus, dass dem IWF und der Weltbank schwierige Zeiten bevorstehen.

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